YOGA NIDRA – DIE PERLE DER TIEFENENTSPANNUNG

Yoga Nidra ist eine Praxis, die man als psychischen und dynamischen Schlaf betrachten kann. eine Übung die einen mühelos in einen Zustand der Tiefenentspannung bringt und hilft, sich seiner mentalen, spirituellen, emotionalen und physischen Ebenen (Körper-Geist-Seele System) bewusst zu werden. Wenn man täglich übt, bringt es einem zu tiefgreifenden Veränderungen und zur Befreiung. 

Yoga Nidra führt auf eine wissenschaftliche und systematische Art auf allen Ebenen Entspannung herbei. Es hilft einem, mit seinem höheren Selbst in Verbindung zu stehen und ein harmonisches Gleichgewicht zu entwickeln. 

Yoga Nidra leitet sich aus dem Raja Yoga ab und wird als „Schlaf der Yogis“ bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Entspannungsmethode, bei der man seinen Geist einpünktig machen kann. Diese Methode bringt auch die Entspannung der Persönlichkeit mit sich, die nach innen geht anstatt nach äußeren Erfahrungen zu streben. Yoga Nidra  ist somit eine effektive Methode, die es möglich macht, sich in einer halben Stunde auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene völlig zu entspannen.

YOGA Nidra I

YOGA Nidra II

CHAKRA YOGA Nidra

AURA YOGA Nidra

YOGA Nidra für Kinder

Die meisten Menschen schlafen, ohne ihre Spannungen vorher zu lösen.

Das nennt man Nidra. Nidra bedeutet Schlaf, egal wie.

Yoga Nidra aber ist der Schlaf, nachdem alle Lasten entfernt wurden.

Es ist eine völlig andere und neue Qualität.

Swami Satyananda Saraswati 1923-2009

Welche Wirkung hat Yoga Nidra?

Die positiven Auswirkungen von Yoga Nidra lassen sich alsbald im Alltag erkennen: 
Tiefenentspannung und ausgleichende Wirkung

auf Körper – Geist – Seele Ebene: 30-40 Minuten Yoga Nidra wirken so entspannend wie 3-4 Stunden tiefer Schlaf. Jede Übung wirkt entspannend und aktivierend zugleich.

Besserer Schlaf

Yoga Nidra verbessert Deine Schlafqualität, lässt Dich besser ein- und durchschlafen. Durch das regelmäßige Praktizieren lernt der Körper einen anderen Umgang mit Schlaf. Schlafprobleme werden gelindert.

Mehr Gelassenheit, Resilienz und höheres Energielevel

Menschen die  regelmäßig Yoga Nidra praktizieren, sind gelassener und ruhiger im Alltag. Ihre Reaktionen sind ruhiger und überlegter, da ihr inneres Reservoir immer wieder aufgefüllt wird. Dadurch verfügen sie  über ein höheren Energielevel und sind  belastbarer.

Bessere Konzentration

Mit Yoga Nidra kannst du Deine Konzentration und Deine Kreativität steigern, besser Lernen, fokussierter und produktiver durchs Leben gehen. Herausfordernde geistige Arbeiten werden mit zunehmender Leichtigkeit erledigt.

Ziele durch Intuition erreichen

Yoga Nidra hilft Dir, bessere Entscheidungen zu treffen und Ziele leichter zu erreichen, was die Zufriedenheit im Berufs- und Privatleben erhöht. Dein Zugang zur Intuition wird verbessert und die Wahrnehmung von Personen und Situationen geschärft.

Einfacher Zugang zur Meditation

Yoga Nidra macht Meditation einfacher zugänglich, effektiver und kraftvoller.

Weniger Ängste und Depressionen

Yoga Nidra kann außerdem helfen, Ängste und Depressionen abzubauen und innerlich ruhiger zu werden.

Erleichterung bei chronischen und akuten Schmerzen

Durch die wohltuende, entspannende und ausgleichende Wirkung auf Körper, Geist, Seele,  kann Yoga Nidra auch helfen, chronische und akute Schmerzen besser zu bewältigen. Durch regelmäßiges Praktizieren werden genau die Hormone ausgeschüttet, die chronische Entzündungen und Schmerzen reduzieren können.

Selbstheilungskräfte aktivieren

Yoga Nidra kann die Selbstheilungskräfte aktivieren, das Immunsystem stärken und bringt ein Gleichgewicht in unser Körper-Geist-Seele-System. 

„Der gesundheitliche Zustand verbessert sich eine entspannte Zufriedenheit setzt ein“

Verbesserte Beziehungen zu anderen Menschen 

Spannungen in Beziehungen wandeln sich in Liebe und Klarheit

Konflikte verlieren an Dramatik 

Vertrauen ins Leben, in Beziehungen, in Lösungen und gemeinsame Lösungen wächst und verstärkt sich – das Urvertrauen wird durch Yoga Nidra gestärkt.

Mehr Freude und Wohlbefinden

Durch verbesserte Wahrnehmung und Erkenntnisse

Bewertungen von Dingen, Situationen, des Körpers, wie etwas sein soll, lässt Stück für Stück nach 

Neugierde und Freude, ohne dies/etwas erreichen zu wollen, entfaltet sich ganz von alleine

Körperwahrnehmung, Schwingungen in und um den Körper herum und die Wahrnehmungen des Atmens verbessern und steigern sich, so dass sich im Alltag mehr Gesundheit. konstruktive Beziehungen, Zufriedenheit und Gelassenheit einstellen

„Yoga Nidra dient somit auch unserer individuellen Persönlichkeitsentwicklung“

YOGA NIDRA I – Die Perle der Tiefenentspannung

wird in acht Schritten durchgeführt: 

1 Vorbereitung von Yoga Nidra

– Ort, an dem Du ungestört und angenehm entspannen kannst. 

– Raum, nicht zu hell und nicht zu dunkel. 

– Entspannte Rückenlage – Shavasana, klassische Yogische Rückenentspannungslage. 

– Augen bleiben während der gesamten Übung geschlossen – Du darfst auch einschlafen

– Decke bereitlegen, damit Du nicht frierst und unterstütze Deinen Kopf mit einem Kissen. 

– Herstellung der inneren Stille (Antar Mouna) und eine kleine Anfangsentspannung.

2 Sankalpa: der Entschluss, Vorsatz, Herzenswunsch

– Sankalpa: Vorsatz oder Entschluss, den Du für Dich fasst, der in Deinem Leben wichtig ist 

– Sankalpa kann bestimmte Ziele oder Veränderungen erreichen, Verhaltensmuster auflösen,   Heilungsprozess unterstützen.

– Ein Sankalpa sollte positiv, einfach und in der Gegenwart formuliert sein:

• Ich bin vollkommen gesund.

• Ich bin ruhig und gelassen.

• Ich bin erfolgreich in allem, was ich tue.

• Ich bin voller Energie.

• Ich schlafe ruhig.

– Das Sankalpa wird dreimal hintereinander wiederholt. 

3 Kreisen der Wahrnehmung, Rotation des Bewusstseins, Bodyscan

– Kreisen der Wahrnehmung: ist ein Bodyscan durch Deinen ganzen Körper

– Die Wahrnehmung wird von einem Körperteil zum nächsten geführt, hineingespürt/ gedanklich wiederholt.

4 Atemachtsamkeit

– Atemachtsamkeit: vertieft die physische Entspannung

– Der Atem nur beobachtet und nicht verändert. 

– Den Atem an der Nase, im Brustraum oder an der Bauchdecke beobachten

– Gedankliches Zählen der Atemzüge, wodurch sich die Entspannung noch vertieft

– Gedankliche Wechselatmung: abwechselnd durchs rechte oder linke Nasenloch atmen

5 Gegensatzpaare

– Entspannung auf der emotionalen Ebene: Körpergefühle und Emotionen werden erinnert und wieder aufgelöst.

– Gut geeignet sind: Gegensatzpaare wie 

Kälte/Wärme, Schwere/Leichtigkeit, Schmerz/Vergnügen, Freude/Leid, Liebe/Hass.

– Dadurch werden beide Hirnhemisphären in Balance gebracht und wir können eine bessere Kontrolle über unsere Gefühle erreichen.

– Möglichkeit: mit Gefühlen und Empfindungen (kalt/warm, angenehm/unangenehm, schwer/leicht), Emotionen (Liebe/Hass, Angst/Vertrauen, Ärger/Mitgefühl) oder Gedanken und Glaubenssätzen und ihren Gegensätzen zu arbeiten.

6 Visualisierungen (in Chidakasha)

– Visualisierungsübung: Du stellst Dir bestimmte Bilderfolgen vor, die starke Assoziationen hervorrufen und verborgene Inhalte aus dem Unterbewusstsein ins Wachbewusstsein bringen. Das können Reisen sein zu bestimmten Orten, Meere, Berge, Blumen, Tiere oder psychische Symbole wie z.B. die Chakras

– Auch geführte Reisen sind möglich

Dadurch: 
 • Förderung der Selbstwahrnehmung,

• Entspannung des Geistes,

• Auflösung störender schmerzhafter Inhalte

7 Sankalpa – 2. Mal

– Das Sankalpa (Entschluss, Vorsatz, positive Absicht): wird nun nochmals ein bis dreimal wiederholt 

8 Rückkehr in den Wachzustand

Das Auflösen der Yoga Nidra Praxis ist mindestens genauso wichtig wie die Vorbereitung. Von einer inneren Welt reist du nun wieder zurück in die äußere Welt.

YOGA NIDRA II Die Perle der Tiefenentspannung

Diese Übung ist gegenüber Yoga Nidra I um einige Teile erweitert

Einstieg

– ist der gleiche wie bei Yoga Nidra I

– die Entspannung kann mit einem Mantra intensiviert werden (Einatmen: „so“ – Ausatmen: „ham“)

Innere Stille

– Meditative Übung der inneren Stille

– Geräusche innerhalb und außerhalb differenzieren und ignorieren lernen

– im Alltag übertragen: Möglichkeit wird geschaffen, weitere Sinneseindrücke auszuschalten

Sankalpa

– Eigenes Sankalpa wählen, was das übergeordnete Ziel formuliert 

– was will ich im Leben wirklich erreichen?

– welches sind meine „echten“ Bedürfnisse?

– was erfüllt mich mit tiefer Zufriedenheit?

– BEISPIELE:

• Ich bin

• Ich bin universelles Bewusstsein

• Intuitives Wissen ist mir immer zugänglich

• Ich erkenne mein Potential

• Ich bin immer entspannt (gesund, etc)

Kreisen des Bewusstseins

– Bewusstsein locker durch den ganzen Körper kreisen lassen

– Wahrnehmung schulen – Bewusstsein ist Energiestrom, der sich durchden ganzen Körper bewegt

– Prana – Lebensenergie wird aufgefüllt

Körper von Aussen betrachten

– Distanz zum eigenen Körper gewinnen

– ich bin nicht mein Körper

– ich bin mehr als mein physischer Körper

– Zugang zum universellen Bewusstsein entdecken

Rückwärts zählen

– im Rhythmus der eigenen Atmung von 54 Rückwerts zählen

– der Atem nimmt eine Form des Dreiecks an

– die Energie der Nadis (Energiebahnen im Körper, ähnlich wie die Meridiane der TCM) wird aktiviert

Gegensätze

– Dieser Teil ruft sowohl gegensätzliche Körperwahrnehmungen, als auch gegensätzliche Gefühle hervor (erlebter Schmerz /erlebtes Glücksgefühl)

– negative Empfindungen werden so hervorgerufen, um sie aufzulösen zu können

– unangenehm wahrgenommene Themen, die das Leben noch blockieren/beeinträchtigen können aufgelöst werden

 – verdrängte Inhalte können hervortreten, ins Bewusstsein geholt, durchlebt und integriert werden 

– das Unterbewusstsein wird dadurch gereinigt

– Anhaftung an positiven Erfahrungen und Ablehnung an negativen Erfahrungen lösen sich ebenso auf

– das widerholte Erleben der Gegensätze ermöglicht es, allmählich den dualen Zustand zu überwinden und ins EINS-SEIN einzutreten

Innerer Raum

– die Eigenwahrnehmung in den inneren Raum (Chidakasha ) bringen

– Nicht-Erwartung

– Nicht-Bewertung

– Unterbewusstsein – Bilder aufsteigen lassen – durchleben = Befreiung

– Bilder aus dem höheren Bewusstsein auftauchen lassen = Wegweiser des Lebens

Augenbrauenzentrum

– Das Drittauge aktivieren 

– spüren der pulsierenden Bewegungen des Aktivierungspunktes (Bhrumadhya), zwischen den Augenbrauen

– Durch die Konzentration auf Bhrumadhya erwacht die Intuition, die wiederum Zugang zum Feld der uneingeschränkten Informationen ermöglicht

– Hilfreich bei Problemlösungen, ermöglicht klare Entscheidungen, fördert und steigert Kreativität

Bilder

– aufsteigen lassen von Bildern – sie repräsentieren die Chakren (feinstoffliche Energiezentren)

– Chakren symbolisch visualisieren – so werden sie gereinigt und ausgeglichen

– Reinigung und Ausgleich übertragen sich im Alltag – so dass ein Gefühl der Ausgeglichenheit und inneren Ruhe entsteht

– Chakren stehen für grundlegende Themen des Lebens

Sankalpa wiederholen 

Am Ende der Übung wird wieder, wie bei Yoga Nidra I, die positive Absicht (Sankalpa) dreimal wiederholt, um dessen Wirkung zu verstärken

Rücknahme

Auch hier, wie bei Yoga Nidra I, sich wieder genügend Zeit für die Rücknahme nehmen und den frischen, entspannten Zustand über den Tag über genießen

CHAKRA YOGA NIDRA

Reinigung und Tiefenentspannung für Körper – Geist und Chakren

Reinigung und Entspannung auf der Körper – Geist – Seele Ebene

Viele Beschwerden, denen wir im Laufe unseres Lebens begegnen, rühren von Verspannungen, von mindestens einem dieser Ebene her. Die Dinge sind nicht mehr im Gleichgewicht. 
CHAKREN REINIGUNG IST REINIGUNG DER KÖRPER – GEIST – SEELE EBENE 

Das kannst Du tun, um Deine Chakren zu reinigen und sie intensiver wahrzunehmen, indem Du

• Stelle Dir ein Bild der Chakren auf, oder nimm das hier (siehe oben)

• Mit Deiner Aufmerksamkeit nacheinander an die Orte der einzelnen Chakren im Körper gehst.

• Visualisiere die einzelnen Chakren und lege bestenfalls eine, oder beide Hände auf jedes einzelne Chakra

• Wo nimmst Du die Energie wahr?

• Wo ist die Energie blockiert?   –  aktiviere seine Energie, indem Du in die aufgelegte Handinnenfläche hinein ausatmest

• Spüre ich eine Verbindung zwischen den einzelnen Chakren und kann ich diese wahrnehmen?

• Verbindung schaffen, indem du eine Hand körperfern von Wurzel Chakra nach oben und über dem Kopf hinaus, zum Scheitel Chakra führst

ENTSPANNUNG AUF DER KÖRPERLICHEN EBENE
Yoga Nidra lädt uns ein, einmal am Tag unsere körperlichen Verspannungen zu lösen, indem wir mit unserer Aufmerksamkeit durch den Körper reisen (Body Scan). Dieses Kreisen der Aufmerksamkeit stellt sicher, dass sich über den Tag und die Nacht – durch zum Beispiel einseitige Haltungen bei der Arbeit, zu extremen Sport, schlechte Schlafposition, Stress und vieles mehr – angesammelte Verspannungen im Körper auflösen. Dadurch kommen wir Physisch zu einer vollkommenen Entspannung, die weit in den Tag hinein reicht.

Wir können uns also aus eigener Kraft wieder ins Gleichgewicht zurückbringen.

Impulsübung: 
Kreiere Dir im Alltag kleine Zeitinseln, indem Du Deine Aufmerksamkeit zu einem stark beanspruchten oder schmerzenden Körperteil hinlenkst. Nimm bei jeder Ausatmung wahr, wie dies Entspannung hervorruft.
Aternativ kanns Du auch den „kleinen himmlischen Kreislauf“ atmen:
Nimm Deine Aufmerksamkeit nach Innen und wandere zu Deinem letzten Wirbel, dem Sacralwirbel. Atme sanft ein und stelle Dir einen goldenen Faden vor, den Du mit Deiner sanften Einatmung vom Sacralwirbel ausgehend, die Wirbelsäule nach Oben wandern lässt. Richte Deine Aufmerksamkeit auf die Ausatmung und diejenige Stelle am Rücken/der Wirbelsäule, die schmerzt, oder im Ungleichgewicht ist und atme dorthinein aus. Lass den goldenen Faden sich dort ausbreiten und wandere mit der nächsten Ausatmung die Wirbelsäule weiter hinauf, oder zur nächsten Stelle, die entspannt werden will.  

Atme Dich bis hinauf zum Schädeldach, oder Kronenchakra (Im Qi Gong wird dieser Bereich Bai-Hui genannt) und im vorderen Bereich des Körpers wieder hinunter. Auch hier kannst Du zu den Organen hinein, ausatmen und sie dadurch entspannen. Den goldenen Faden immer mitnehmen, mitwandern lassen. 

ENTSPANNUNG AUF DER MENTALEN EBENE
Ferner hilft uns Yoga Nidra auf der mentalen Ebene ruhiger zu werden, unseren Affengeist (Gedankenstrom, Gedanken kreisen) zu beruhigen. 

Mitunter verselbständigen sich unsere Gedanken. Unserem Affengeist können keine Grenzen gesetzt werden. Er wird allzu wild und rennt zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her, verwickelt sich darin und wiederholt dieselben Gedanken unzählige Male: wie das Leben hätte laufen sollen, was nicht sein hätte dürfen, wie bestimmte Personen sein sollten und nicht waren und wie das Leben hätte sein können, wäre es anders gewesen. Der Affengeist ist so verhaftet in seinen so kreisenden Gedanken, dass nichts Neues, Kreatives oder Lösungsorientiertes entstehen kann.

Yoga Nidra gibt dem Affengeist neues Futter, indem wir das Kreisen der Aufmerksamkeit auf unseren Körper und unsere Körperteile lenken, weg von dem, womit wir nicht einverstanden waren.  

ENTSPANNUNG AUF DER EMOTIONALEN EBENE
Ebenso führt uns Yoga Nidra auf der emotionalen Ebene zu einen Los-lassen. 

Durch das ein- ums andere Mal wiederholende Gedankenkreisen, verwickeln wir uns oftmals auch noch in Gefühle. Durch wiederholte Gedanken entstehen Bilder und dadurch Gefühle, was wie eine Spirale nach unten führt, uns müde und unkonzentriert werden lässt. Verspannungen und körperliche Beschwerden stellen sich mit der Zeit ein und wir sinken immer tiefer in die Spirale hinein.

Durch unser regelmäßiges praktizieren von Yoga Nidra, wird uns mehr und mehr bewusst, dass Gefühle wie Wellen im Meer sind – sie kommen und gehen in einem natürlichen, unaufhörlichen Rhythmus. Mit der Zeit lässt sich erkennen, dass wir mit unseren Gefühlen leben können, ohne uns darin zu verlieren. 

TIEFENENTSPANNUNG
auf allen drei Ebenen kann erst erfahren werden, wenn Du Körper, Geist und Emotionen Ruhe gönnst. 

Das ist der Zustand der Tiefenentspannung   –  ein Los-lassen auf „allen“ Ebenen.

Die chinesische Medizin sagt dazu Sinngemäß: „ohne Yin (absolute Ruhe, die Tiefe des Sees) 

kein Yang ( die Bergsonnenseite, Power, Kraft, Energie – das Qi)

Impulsübungen:
• Stelle Dir ein Bild der Chakren auf, oder nimm das hier (siehe oben)

• Visualisiere und/oder male das entsprechende Chakra, wenn Du bei einem bestimmten Thema weiterkommen möchtest

• Lege im Alltag  immer mal wieder einige Minuten eine Hand auf das entsprechende Chakra, um Energie über Lao-Gong (Deinem Energiezentrum Deiner Handinnenflächen) dorthin zu führen

• Wiederhole das für dein gewähltes Chakra, entsprechende Bija-Mantra einige Male still, oder laut

• Trage den Tag über Kleider in der entsprechenden Chakrenfarbe, besonders da, wo das Chakra liegt

• Du kannst auch Bachblüten, Kräuter, Räucherwerk, oder entsprechende Öle zur Unterstützung verwenden

• Tauchen Fragen oder Themen auf, an denen du gerne näher hinschauen möchtest, überlege, welchem Chakra das Thema zugeordnet ist und stärke es

ABLAUF VON CHAKRA YOGA NIDRA
Für das Chakra Yoga Nidra gibt es zwei Übungen: 

eine etwas Kürzere – zum Einstieg, und falls Du weniger Zeit zum Praktizieren hast

eine Zweite, etwas Längere ist für den hingebungsvollen, ausgiebigen Yoga Nidra Genuss. Bei dieser Übung widmest Du Dich Deiner Aufmerksamkeit und den Chakren nachdrücklicher, was die Erfahrungen verstärken kann.

Beim Chakra Yoga Nidra ist zudem der Ablauf – jedoch etwas länger – in elf Schritten eingeteilt.

Beim Ablauf von Yoga Nidra gibt es eine kürzere und eine längeree Version

• VORBEREITUNG: ruhiger angenehmer Ort,  warme Socken anziehen, kleine Tasse warmen Tee trinken, angenehmes, warmes Licht, tagsüber Vorhänge zuziehen und  Lampe mit warmen Licht,  Rückenlage – bequem, gerollte Decke unters Knie, Decke über den Körper

• ENTSPANNUNG: Atem beobachten, beim Ausatmen Gedanken loslassen, beim Einatmen Ruhe im Körper verbreiten lassen  = Atemzug um Atemzug Regeneration

• OM: still dreimal OM wiederholen, spüren, dass Du mit allem verbunden bist, durch Wiederholung – Verbindung zum größeren Ganzen schaffen und im Alltag immer wieder finden

• SANKALPA: dreimal – diesmal das eigene Sankalpa /den eigenen Vorsatz wiederholen, den Satz aus vollstem Herzen still vorsagen und vertrauen, dass dieser Vorsatz wahr wird

• KREISEN DES BEWUSSTSEINS: Aufmerksamkeit locker durch den Körper kreisen lassen, Entspannung von Körper – Geist – Seele spüren, dadurch wird der Energiefluss in Körper und Geist angeregt

• KÖRPER VON AUSSEN BETRACHTEN (kommt nur im längeren Chakren Yoga Nidra vor): hilft, das Verständnis dafür zu erweitern, dass Du mehr bist als nur Dein Körper, hilft in Kontakt zu kommen, mit der beständigen und unvergänglichen Essenz

• RÜCKWÄRTS ZÄHLEN: Während diesen Abschnitt`s wird in der kürzeren Version dreimal von 27 an rückwärts, im eigenen Atemrhythmus gezählt

• Die Zahl 27 ist ein Viertel von 108 – diese Zahl steht im Yoga für Ganzheitlichkeit – daher      hat die Zahl 27 eine besonders starke Ausstrahlung

• Zunächst Bauchatmung beobachten, anschließend den Atem durch die Nase – dabei mit     dem eigenen Atemrhythmus zählen – so dass Du Atemzug für Atemzug in die Entspannung gleitest

• Längere Version: hier wird nun von 54 an rückwärts gezählt, in dem man die mentale Wechselatmung praktiziert. Versuche so gut es geht gedanklich durch das linke Nasenloch ein- und durch das rechte Nasenloch auszuatmen, gleich wieder durch das rechte ein und durch das linke aus und so fort  

• Diese Wechselatmung hilft, die entsprechenden Energieströme auszugleichen

• Vielleicht kommst Du während des Zählens in die Theta-Phase und vergisst das Zählen, dann einfach weiter machen, sobald Du meine Stimme wieder hörst

• GEGENSÄTZE HERVORRUFEN – WIRKUNG: die notwendige Flexibilität, sich aus eigener Kraft von gewissen Empfindungen, Gefühlen oder Gemütszuständen zu entfernen. Hierbei übst Du Dich darin, sich nicht in bestimmten Zuständen gefangen zu fühlen, sondern diese bewusst verlassen zu können

• In der kürzeren Version wird der dieser Wechsel nur auf körperlicher Ebene erfahren – durch die Kompetenz, aus eigener Kraft den inneren Zustand zu beeinflussen, wird sich dennoch auf mentaler und emotionaler Ebene übertragen – Du wirst flexibel im Denken, Fühlen und Handeln

• In der längeren Version durchlebst Du zudem einen vergangenen Schmerz und eine vergangene Freude – diese Wahrnehmung von Gegensätzen hilft, diese zu neutralisieren und schmerzhafte Erfahrungen aufzulösen

• CHAKREN – Wirkung:  Beginn, die feinstofflichen Energiezentren zu spüren und zu sehen

• Fange für die sieben Hauptchakren unten beim Wurzelchakra an und bewege die Aufmerksamkeit dann der Wirbelsäule entlang nach oben bis zum Scheitelchakra, um die Energie im Körper nach oben zu lenken

• Durch das Wiederholen und der Wahrnehmung dessen, werden die einzelnen Energiezentren sowie der Energiefluss zwischen ihnen angeregt und ausgeglichen

• Die Wirkung wird in der längeren Version zusätzlich durch das stille wiederholen der Urlaute – den Bija-Mantren der Chakren – verstärkt

• SANKALPA: auch bei dieser Übung wirst Du gegen Ende eingeladen, Dein Sankalpa (positive Absicht) dreimal zu wiederholen. Dadurch bestärkst Du die Wirkung Deines Vorsatzes – durch die noch tiefere Entspannung gegen Ende der Übung, bist Du aufnahmefähiger für die Botschaft des Sankalpas

• ABSCHLUSS: 

• Strecke Dich am Ende der Übung ausgiebig und genüsslich im Liegen, um Deinen Körper wieder vollkommen zu wecken 

• nimm Dir dann genügend Zeit, langsam und gemütlich aufzustehen 

• spüre, was Dir jetzt noch guttut: etwas trinken, Fenster öffnen, frische Luft einatmen, einige Körperübungen machen? 

• So können die vielschichtigen Wirkungen im anschließenden Alltag voll und ganz genossen werden

AURA YOGA NIDRA
Reinigung und Tiefenentspannung für Körper – Geist und Aura

Diese Yoga Nidra Variante unterscheidet sich von Chakra Yoga Nidra hauptsächlich darin, anstatat Chakren zu spüren, sich auf die Aura – dem eigenen Energiefeld – konzentriert wird, um dieses besser kennen zu lernen.

Was ist eine Aura

Jeden Menschen umgibt eine Aura. Auch jedes Tier, jede Pflanze, sogar Steine – einfach alles in unserem Universum, das mit Leben in irgendeiner Form erfüllt ist, hat eine Aura um sich. Es ist die Lebenskraft, die wir ausstrahlen, weit über den sichtbaren Körper hinaus. Es ist unser seelisches und geistiges Kraftfeld, was über den Körper hinaus strahlt. Unsere Haut ist unsere sicht- und fassbare Grenze zur Umwelt. Damit ist unser Sein aber noch lange nicht zu Ende. Wir bestehen eben nicht nur aus dem Körper. Unser Fühlen und unser Denken reichern uns mit Energie an.

Menschen mit sehr hoher spiritueller Entwicklung haben eine Aura, die kilometerweit strahlt. Sie wirken wie von einem strahlend-hellen Licht umgeben. Man sagt auch dazu, diese Person strahl Charisma aus. Man fühlt sich wohl in ihrer Nähe.

Ein Mensch, der sich völlig in seinem Gleichgewicht befindet erreicht hat, leuchtet mit einer, weißen und weithin strahlende Aura. Solche Menschen sind jedoch eher selten zu finden. Die Farben, die in der Aura auftauchen, weisen auf stärker oder schwächer gelebte Anteile hin. Leuchtende Farben zeigen Talente an, die wir sehr stark nutzen. Trübe und schmutzige Verfärbungen weisen auf Energielecks hin und auch auf Potenziale, die wir nicht oder nicht richtig nutzen.

Die sieben Schichten der Aura 

lassen sich gut mit den Händen erspüren, sie können auch mit dem inneren Auge wahrgenommen werden oder sogar direkt gesehen werden. Es ist Übungssache. 

Regelmäßiges praktizieren von Yoga Nidra unterstützt uns dabei, intuitiv unsere eigenen und bei längerem, regelmäßigen praktizieren, auch die sieben Schichten der Aura unseres Gegenübers wahrzunehmen. 

Die Veranlagung dazu haben wir alle, jedoch in unterschiedlicher Ausprägung. 

1. Schicht: der ätherischer Körper

• entspricht in seiner Wirkung dem Wurzelchakra. 

• bei Gesundheit, ist er als leuchtendes Hellblau zu erkennen. 

• Unstimmigkeiten und Blockaden: eine trübe Verfärbung weist darauf hin.

• spricht sehr gut auf Massagen, Akupunktur und Akupressur an

2. Schicht: Emotionalkörper

• entspricht dem Sakralchakra und ist unser Emotionalkörper. Dort sind unsere Gefühle gespeichert

• wer seine Gefühle klar lebt, hat auch lichtvolle, klare Farben um sich

• unterdrückte Gefühle zeigen sich als trübe und dumpfe Farben

• um den Emotionalkörper zu klären, ist es wichtig sich bewusst mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen. Auch die Beschäftigung mit dem inneren Kind trägt positiv dazu bei

• Yoga Nidra, Chakra Yoga Nidra und Aura Yoga Nidra mit seiner Zähl- und Atemvariante wirkt sehr wohltuend auf den Emotionalkörper

3. Schicht: Mentalkörper – die Kraft der Gedanken

• der Mentalkörper zählt zum Nabelchakra. 

• In diesem Energiefeld sind unsere Gedanken abgespeichert

• wie ein in Programm wirken fremde Gedanken, die von anderen Menschen stammen und sich in uns eingenistet haben

• dieser Körper ist oft von Linien und Mustern durchzogen – unseren Gedankenmustern

• befreiend auf den Mentalkörper wirkt es, dieses Feld mit Liebe zu durchströmen

4. Schicht: Astralkörper – bedingungslose Liebe spüren

• der Astralkörper entspricht dem Herzchakra – er ist die Auraschicht, die sich um den Mentalkörper bildet. 

• hier ist die bedingungslose Liebe zu Hause

5. Schicht: Ätherischer Negativkörper – die eigene Berufung finden

• der ätherische Negativkörper entspricht er dem Halschakra 

• hier ist unser Ausdruck, unsere Veranlagungen, unsere Talente und unsere Lernprozesse für dieses Leben zu finden

6. Schicht: Himmlischer Körper 

• der Himmlische Körper wird dem Stirnchakra, dem Dritten Auge zugeordnet.

• er öffnet uns für das Einssein. Dieser Wunsch ist tief in uns verankert. Wer diese Auraschicht bewusst lebt, ist völlig im Hier und Jetzt.

7. Schicht: Ketherischer Körper

• ist die alles umgebende Auraschicht und ist dem Kronenchakra zugeordnet

• hier ist die Verbindung zum Himmel gegeben

• wird beschrieben wie goldene Lichtstrahlen, die uns wie ein schützendes Ei umgeben

ABLAUF AURA YOGA NIDRA

Vorbereitung

Lege Dich bequem auf Deiner Unterlage auf den Rücken und decke Dich zu

Sinne nach Innen kehren:

Es folgt eine Einladung an Dich, Deine Sinne nach innen zu kehren, ganz zu Dir selbst.

Nimm dann die Geräusche außerhalb des Raums, dann die Geräusche im Raum, so dass Du Dir schließlich voll und ganz Deines Körpers bewusst zu wirst.

Entspannung:

Beobachte einige Atemzüge lang Deine Atmung, um den Geis zur Ruhe kommen zu lassen

Sankalpa:

In diesem Teil wiederholst Du Dein selbst ausgewähltes Sankalpa, Deinen Vorsatz – dreimal aus tiefsten Herzen

Kreisen des Bewusstseins:

lasse dann Deine Aufmerksamkeit locker durch Deinen Körper kreisen – dies entspannt Körper und Geist, was wiederum einen positiven Einfluss auf Dein Energiefeld hat

Rückwärts zählen:

Zähle Rückwärts – von 54 an – dabei atmest Du durch beide Nasenlöcher ein und aus

Gegensätze hervorrufen:

hier begibst Du Dich in unterschiedliche körperliche Zustände – sie bewegen sich von schwer zu leicht und von kühl zu warm – anschließend lässt Du sowohl Deinen Schmerz, als auch Deine Freude deutlich aufleben, um diese zu neutralisieren

Aura wahrnehmen und spüren:

in diesem Teil spürst Du in Deine Aura – den energetischen Raum um Deinen Körper herum – hinein. Taste Dich einfach entspannt, aber sorgfältig an Deine Aura heran, so wie sie sich im Hier und Jetzt zeigt und mache Dich mit Deinem energetischen Raum vertraut – spüre, dass es ihn gibt. Erwarte oder wünsche Dir nichts, beobachte einfach. 

Mit der Zeit wirst Du Deinen energetischen Raum immer besser und klarer wahr nehmen und dabei sensibler und empfänglicher werden, für die unverkennbaren Botschaften und Erkenntnisse Deiner Aura

Sankalpa:

wie bei Chakra Yoga Nidra bestärkst Du gegen Ende der Übung Dein Sankalpa, indem Du denselben Satz dreimal wiederholst

Abschluss:

Nimm Dir auch hier bei dieser Übung genügend Zeit, um Deinen Körper gut durchzustrecken, bevor Du wieder Deiner Alltagstätigkeit nach gehst. 

Impuls:

Solltest Du Dir Deine Yoga Nidra Übungen zum Einschlafen gönnen, weil Du merkst, es tut Dir so besser, strecke und dehne Dich morgens ausgiebig, bevor Du in den Tag startest. Vielleicht magst Du auch nach dem Aufstehen nüchtern eine große Tasse Tee oder heißes Wasser trinken, dies tut vor allem Deinen Organen gut. Grüner Tee wirkt Antioxidantisch und heißes, abgekochtes Wasser säubert und massiert Deine Darmschichten von allem Unbrauchbarem.

YOGA NIDRA UND INTUITION

Auch bei Aura Yoga Nidra geht um das intuitive Spüren und Sehen. Dadurch kannst Du erfassen, welche Themen Deines Lebens in Deiner Aura abgebildet sind. Auch wird es möglich werden, mit Hilfe der Intuition Hintergründe und Lösungsansätze zu erkennen und weiter zu verfolgen. Entscheidungen fallen leichter und Du siehst Deinen Weg immer klarer vor Dir.

So kannst Du Antworten auf folgende Fragen erhalten:

• was sagt diese Farbe über meinen momentanen Gemütszustand oder meine Lebensumstände aus?

• wirkt die Farbe stimmig? Oder zu stark, zu schwach?

• In welche Richtung möchte ich, dass sich die Farbe verändert?

• welche konkreten Schritte bräuchte ich dazu? Und was kann ich meinerseits tun?

• Welches Entwicklungspotential erkenne ich?

Du kannst damit die Botschaften der Aura noch besser verstehen und für Dich optimal nutzen.

Beispiel: taucht die Farbe rot auf, so könnte dies auf das Thema Liebe hinweisen. Genauso gut jedoch auf das Thema Wut, oder Aggression. Deshalb ist das intuitive Erkennen der Bedeutung wichtig.

Wichtig dabei ist auch, dass Du erkennst, das alles, was sich während der Übungen zeigt, für dich Entwicklungsmöglichkeiten sind, die Dir aufgezeigt werden. Allein Deine Entscheidung ist es, diese anzunehmen, oder aber nicht.

Verschmutzte Aura?

Schlechte Gefühle wie Neid, Wut und Hass sowie zerstörerische und giftige Gedanken können die Aura verschmutzen. Häufig braucht es dazu keine anderen Menschen – wir selbst sind der Auslöser. Die eigenen Sorgen, Probleme und Ungereimtheiten sind es, die die Aura trübe machen und uns schwächen.

Auch kann die Aura durch Energieräuber geschwächt werden. Dies sind Menschen, die Energie abziehen. Wichtig zu wissen ist, dass dies nicht aus böser Absicht geschieht, sondern aus eigenem Mangel und aus Unwissenheit, wie ihr Energieleck aufzufüllen wäre. Sie kennen den Zugang zu ihrer eigenen Kraftquelle nicht, sind eher abgeschnitten vom Leben und der Lebendigkeit. Daher versuchen sie bei anderen anzudocken, um an Energie zu kommen, die sie so dringend nötig haben.

Ist die eigene Aura verschmutzt oder geschwächt, kann sich dies durch ständige Müdigkeit bemerkbar machen. Auch schlechte Laune, Abhängigkeiten, Gereiztheit und Lustlosigkeit können die Folge sein. 

YOGA NIDRA FÜR KINDER – Inseln der Ruhe und Entspannung

Wunder wäre doch, wenn wir uns weiterhin an kleinen Dingen, wie die kleinen Kinder, von Herzen erfreuen könnten? Wenn wir diese Offenheit, Unbekümmertheit und uneingeschränkte Neugierde, die wir als Kinder lebten, immer noch weiter und weiter leben und genießen könnten?

Gibt es eine Möglichkeit diese Eigenschaften in uns lebendig bleiben zu lassen? Oder gar in uns Erwachsenen wieder aufleben zu lassen? Und, gibt es etwas, was wir mit unseren Kindern teilen können? Ihnen schenken könnten? Diesen Fragen bin ich nachgegangen und entdeckte YOGA NIDRA.

Swami Satyananda, Begründer der Bihar School of Yoga, bezeichnete Yoga Nidra als ganzheitliche Technik zur Entwicklung und Förderung des Geistes und somit der gesamten Persönlichkeit und betonte die Wichtigkeit von Yoga Nidra für Kinder.

So, wie meine Mentorin Barbara Kündig und ihre Kollegin Barbara Schluep, bin auch ich der Meinung, dass uns Swami Satyananda mit Yoga Nidra ein großes Geschenk gemacht hat, von dem nicht nur Erwachsene auf allen Ebenen ihres Seins unvorstellbar viel davon profitieren können, sondern auch unseren Kindern möglichst viel davon zugänglich machen. 

Indem wir selbst regelmäßig praktizieren und unser Wissen, Erfahrung und Empfinden Kindern mit Freude weiter geben, profitieren diese auf mehreren Ebenen

• Ruhe und Entspannung

• Zeit mit Mama und Papa

• Kreativität, visualisieren, Träume träumen und leben, sich ausprobieren, Bewegung – all dies und noch viel mehr wird gefördert

• Ruhige, ausgeglichene Eltern

Dieser Aufgabe, Kinder und Eltern im Alltagsstress wieder miteinander zu verbinden, Yoga Nidra auch mit Kindern zu teilen, ja, möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, will ich mich von Herzen widmen.
Zusammen entspannen wir die Welt 

WARUM YOGA NIDRA FÜR KINDER?

Unser aller Gehirn ist begierig darauf zu lernen, sucht immer Informationen um diese dann zu verarbeiten. Wieviel mehr wollen Kinder Neues aufnehmen, neugierig sein, entdecken und lernen. Neue neurologische Bahnen werden geknüpft. Das Kind lernt laufen, reden, soziale Verhaltensweisen, Gefühle zu eruieren, und vieles mehr.

Durch unsere schnelllebige Gesellschaft kommen die Kids relativ früh in strukturierte Betreuungssituationen, überfüllten Freizeitstress (Musikunterricht, Fußball, die zu erlernende Fremdsprache, Reitunterricht und vieles mehr).

Kinder lernen, verarbeiten, integrieren jedoch neue Informationen vor allem im freien Spiel. Durch experimentieren, üben, suchen und finden neuer Verhaltensweisen und Lösungsstrategien. 

Diese Zeit des freien Spiels und somit der Verarbeitungs- und Integrationsmöglichkeiten, wird durch die vielen „Freizeitaktivitäten“ des Kinderalltags häufig eingeschränkt. Der Fokus liegt auf „Vieles“, das natürliche Verarbeitungsverhalten des Kindes wird zeitlich reduziert und Integration häufig dadurch nicht abgeschlossen. 

Zudem überfluten die immer und überall präsenten digitalen Medien mit ihren Bildern, Geräuschen und Botschaften die Hirnstrukturen der Kinder mit leeren, unnötigen Informationen und Botschaften.

Daher wird es, und nicht nur aus meiner Sicht, in der heutigen Zeit immer wichtiger den Menschen, allen voran den Kindern, Inseln der Ruhe und Kraft anzubieten, die eine optimale Integration der Wahrnehmung in das neurologische System erlauben.

„Yoga Nidra für Kinder stellt eine solche kleine, feine, sehr wertvolle Insel dar“

WIE WIRKT YOGA NIDRA FÜR KINDER?

Unser Gehirn verbindet mit den fünf Sinnen: was es sieht, hört, riecht, schmeckt und fühlt zu einem komplexen Netz aus Wissen. Aus diesem großen Netzwerk, was uns ständig wie eine große Bibliothek zur Verfügung steht, können wir später Wissen wieder abrufen. 

Unser gesellschaftliches System und die darin abgespeicherten Erziehungs- und Lehrmethoden vermitteln Wissen direkt. Eltern und Lehrpersonen machen dem Kind vor, wie es was zu machen hat. Wie eine Höhle gebaut, gebastelt, gemalt, oder sonst was gemacht werden soll. Eigene Vorstellungen und Lösungswege der Kinder haben darin wenig Platz, so dass diese auch nicht zum Zuge kommen können.

Das wiederum, macht es anspruchsvoller fürs Kind, sein Netz an Wissen zu erweitern, weil es ja nicht selbst auf die Lösung gekommen ist, sondern vorgegeben und anschließend nachgemacht. 

Wissen wird wesentlich zuverlässiger und einfacher gespeichert, wenn wir es selbst erfahren durften, wenn es in Form von Symbolen vermittelt wird, verknüpft mit unserer Wahrnehmung.

Baut es sich Beispielsweise ein Haus aus Decken und Tüchern, selbst und stürzt dann das Dach beim ersten Versuch ein, probiert es andere Möglichkeiten aus, bis das Vorhaben gelingt. So hat es aus eigener Erfahrung gelernt, wie das Dach hält. Die Seifenkiste am schnellsten rennt. 

Alles, was das Kind selbst erlebt und ausprobiert, verankert sich besser in seinem Wissensschatz.

Übrigens, ticken wir Erwachsene nicht anders als unsere Sprösslinge. Auch wir verankern durch Eigenerfahrung- und Wahrnehmung immer noch in unsere große Datenbank ab, schaffen so Verknüpfungen, Neugierde und Lust auf mehr.

Durch diese Prozesse werden Gedächtnisleistung, Erinnerung, Wahrnehmung, Kombinationsfähigkeit und das Talent zur Lösungsfindung nicht nur gefördert, sondern auch gesteigert. 

• Fördert das unbewusste Lernen

• Hilft, gelernte Inhalte im Unterbewusstsein abzuspeichern

• Hilft, sich auf bewusster Ebene zu fokussieren

• Unterstützt, sich auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene besser kennenzulernen und den Umgang mit sich selbst zu lernen

• Eine natürliche Entfaltung zu sich selbst entfaltet sich

Kleinkinder sind äußerst begabt, wesentliche Fragen für sich zu beantworten, die wir Erwachsenen manchmal nur sehr schwer beantworten können, da sie uns Generationsübergreifend aberzogen worden sind:
• Was brauche ich, damit es mir gut geht?

• Was tut mir – gerade jetzt – gut?

• Was stört meine Befindlichkeit?

• Was kostet mich mehr Energie als es mir gibt?

• Was kann ich tun, um mein Wohlbefinden zu steigern?

Durch Yoga Nidra für Kinder und Selbsterfahrung, entsteht für das Kind „Selbstbewusstsein“

WISSENSWERTES ZUM ABLAUF VON YOGA NIDRA ÜBUNGEN FÜR KINDER

Auch in den Yoga Nidra Übungen für Kinder kommen die zentralen Elemente der Übungen aus Yoga Nidra I (Atmung, Kreisen des Bewusstseins, etc.) vor. Die Übungen werden jedoch speziell für die verschiedenen Altersstufen der Kinder, angepasst: 
• Drei- bis Fünfjährige und alle Altersstufen (5 Minuten)

• Sechs- bis Achtjährige, fürs vertraut machen mit Yoga Nidra, oder wenn die Größeren Lust auf eine Pause haben (8-9 Minuten)

• Neun- bis Vierzehnjährige (14 Minuten)

• Ab dem fünfzehnten Lebensjahr können sich die Jugendlichen aussuchen, ob Yoga Nidra für Kinder oder Yoga Nidra I – es empfiehlt sich mit zehnminütigen Entspannungsübungen zu beginnen

Die einzelnen Teile werden bei Kindern anders angeleitet, beziehungsweise umgeschrieben, mit Objekten, die die Kinder aus ihrem Alltag, der Natur, aus Büchern, Spielen, bestens kennen. Auch die Übungszeiten sind verkürzt.

Objekte werden spielerisch eingebunden: Zum Beispiel beobachten die Kinder bei der Atmung einen Ballon in ihren Bauch und beim Kreisen des Bewusstseins im Körper, wird ein Schmetterling angeleitet, der sich auf die einzelnen Körperteile setzt. 

So können Kinder verschiedene zentrale Themen des Lebens , wie Beispielsweise Erdung, Entspannung, Umwandlung von Gefühlen, oder Zielsetzung, ganz einfach und spielerisch verstehen und integrieren.

Yoga Nidra für Kinder eignet sich hervorragend für Hochsensible Erwachsene und zur Unterstützung bei der Traumatherapie
Beispiel an der Übung: Der Schmetterling (für 6 bis 8 Jährige)

• Sich vorbereiten: Willkommensgruß, auf dem Rücken liegen, bequem machen, Augen schließen – es darf sich jedoch auch bewegt werden.

• Schmetterling beobachten: Körper spüren, Entspannung spüren, Körperwahrnehmung verbessern

• In einen Ballon atmen: Atem wahrnehmen, natürlicher Atemrhythmus kennenlernen, das Kind kommt tiefer in die Entspannung und Ruhe

• Den Stern leuchten lassen: das Licht des Sterns fördert Entspannung, Gefühle wahrnehmen und ihnen Raum geben – eine Übung, die dem Kind den Umgang mit starken, mitunter schwierigen Gefühlen (z.B. Scheidung der Eltern) ermöglicht, sich als Ganzes wahrnehmen – voller Licht sehen, sich als Einheit wahrnehmen und spüren, dass seine innere Kraft unerschöpflich ist.

• Zurückkehren: Es ist wichtig, dass sich das Kind wieder von seiner inneren Welt löst und über den Körper im Hier und Jetzt, im momentanen Augenblick – zurückkehrt.

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