Meditation/Achtsamkeit
ACHTSAMKEIT – Was ist das?
Unter Achtsamkeit versteht man eine offene, neugierige und akzeptierende Haltung gegenüber allem, was man gerade wahrnimmt und tut. Dazu gehören Gedanken, Phantasien, Erinnerungen, Gefühle, Sinneserfahrungen, körperliche Reaktionen und äußere Vorgänge.
Achtsamkeit (Mindfulness) ist eine Idee aus dem Buddhismus. Eine Idee, die unser Leben auch ohne religiöses Fundament stark verbessern kann. Achtsamkeit ist eine Lebensweisheit, eine Lebensphilosophie
Positive Auswirkungen von Achtsamkeitspraktiken lassen sich bisher u. a. bei folgenden Krankheitsbildern belegen:
- Stress und Burnout,
- Depressionen,
- psychische Störungen und Erkrankungen wie Angststörungen, Ess-Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, Schizophrenie oder Trauma,
- Schmerz,
- Hauterkrankungen,
- Krebs,
- HIV sowie
- Sucht.
Achtsamkeit als Prävention macht stark
Wer Achtsamkeit präventiv betreibt, ist wacher und aufmerksamer, stärkt sein Immunsystem und kann mit Stress gelassener umgehen.
MEDITATION – Was ist das?
Vieles, was heutzutage im Netz kursiert, wird als Meditation bezeichnet, was jedoch nicht wirklich Meditation ist. Dazu gehören zum Beispiel Visualisierungen und Phantasiereisen, die zwar meditative Übungen sind, jedoch den Kern der Meditation im strengen Sinne nicht treffen
Meditation wird als eine spirituelle Praxis bezeichnet, die es sich zum Ziel setzt Konzentration, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Ruhe zu fördern.
Meditative Techniken werden vor allem in der fernöstlichen Heilkunst eingesetzt.
Sie soll dabei helfen, in einem vom Alltagsbewusstsein abgrenzbaren Bewusstseinszustand
zu gelangen, bei dem die Gegenwart im Vordergrund steht. Dabei soll Achtsamkeit, Konzentration, Tiefenentspannung und innere Ausgeglichenheit erreicht werden.
Wikipedia beschreibt Meditation als einen Vorgang, dass jemand. durch Anwendung bestimmter Techniken (Körperhaltung, Atmung, Konzentration, Wiederholen bestimmter sprachlicher Formeln usw.) einen bestimmten Zustand des Bewusstseins herbeiführt, in dem er Wahrheiten erkennt und seine Konzentration völlig in einem Punkt gesammelt ist.
Als intensives Nachdenken, sinnende Betrachtung
Positiven Auswirkungen von Meditationen
- Beruhigung, Tiefenentspannung, Stressreduktion, Burn-Out–Prophylaxe
- Veränderung des EEGs, Alpha-Wellen, Gamma-Wellen
- vertiefte Atmung, verlangsamter Herzschlag, Senkung des Blutdrucks
- Reduktion der Muskelspannung
- Erhöhung der verbalen Ausdruckskraft
- Steigerung der psychischen und emotionalen Stabilität
ACHTSAMKEIT – Was ist das?
Oft gehen wir ohne darüber nachzudenken, eher unachtsam durch den Tag. Spulen unsere Gewohnheiten und alten und eigentlich ausgedienten Denk- und Handlungsmuster automatisch ab.
Wir stehen auf, duschen, machen Vesperbrote, Frühstück, oder einen schnellen Kaffee zwischen Tür und Angel und eilen dann los. Tag für Tag, wieder und immer wieder. Wie ein Uhrwerk.
Der Teil unseres Gehirns (die Basalganglien), der für Gewohnheiten und Automatismen zuständig ist, ist also voll aktiv und brummt zufrieden und fröhlich vor sich hin.
In erster Linie ist dies ein Zustand des „Funktionierens“ Zeit verschwindet dabei einfach. Wir bekommen bewusst gar nicht richtig mit, wie wir uns fühlen, was wir denken und was um uns herum passiert. Wir schalten sozusagen täglich auf Autopilot.
Das ist das Gegenteil von Achtsamkeit.
Achtsamkeit bedeutet voll im Moment zu sein
Wenn ich achtsam bin, bin ich voll da. Ich beobachte mich selbst und meine Umgebung genau und bekomme alles mit. Ich wähle auch bewusst und achtsam, was ich tue, statt meine Gewohnheitsmuster abzuspulen.
Ich beobachte meine Gefühle. Ich bemerke aktiv, ob ich gerade fröhlich oder frustriert bin, ob ich gelangweilt oder gestresst bin. Ich erkenne auch meine unerwünschten Handlungsimpulse. Wenn meine Hand automatisch zum Stück Kuchen greift, obwohl ich mich gesünder ernähren wollte. Ich beobachte meine Gedanken aus einer höheren Perspektive. So merke ich zum Beispiel, dass ich mir Sorgen mache. Oder dass ich mich mit jemandem vergleiche.
Und auch meine Umgebung erlebe ich mit allen Sinnen. Ich sehe das Blümchen im Rinnstein, spüre den Wind im Gesicht, höre die Vögel, die Autos und die Stimmen um mich herum.
Ich bin also voll bei mir, mitten im Leben. In meinem Leben. Ich bin durch meinen wachen Geist voll und ganz mit allem verbunden, indem ich mich selbst und meine Umgebung aufmerksam beobachte.
Praktizierst du Achtsamkeit, erlebst du eine ganze Reihe von spürbaren Lebensverbesserungen.
- Du kannst mit den Kleinigkeiten des Alltags besser umgehen (Stressresistenz).
- Du machst dir weniger Sorgen und weniger Druck.
- Du erlebst deinen Alltag fokussierter und klarer, du schiebst weniger auf und schaffst mehr Dinge.
- Und glücklicher wirst du auch noch (10-20 % sagt die Psychologie
Achtsamkeit lehrt Abstand
Das Schöne und Friedliche an Achtsamkeit ist, dass sie nicht wertet und nicht urteilt.
Wenn ich frustriert bin, nehme ich das wahr, ohne die Sache, oder das Ereignis zu bewerten. Also ohne mir zu sagen, dass das jetzt schlecht ist, nicht sein darf und ich mich anders fühlen sollte.
Wenn ich mich freue und glücklich bin, nehme ich das entspannt wahr, ohne mir deswegen zu gratulieren und ohne mich zu sorgen, dass die Freude bald wieder verschwinden könnte.
Wenn ich Angst spüre, dann nehme ich diese Angst ohne Selbstverurteilung wahr, ohne mich auch noch über meine Angst zu ärgern, oder deswegen mit mir zu schimpfen.
Ich drücke mich „bewusst“ in meiner Sprache aus und sage nur zu mir:
„Oh, ich spüre Angst. Wie interessant.“
Angst ist eben nur Angst. Nicht mehr und nicht weniger.
Achtsames Wahrnehmen ist also Wahrnehmen ohne den ganzen Rattenschwanz an Bedeutung, den wir normalerweise an allem und jedem anheften.
Wenn wir das können, bringt uns das viel inneres Gleichgewicht. Aber diese Form der Wahrnehmung ist natürlich etwas, das wir geübt und trainiert werden will.
Gefühle kommen und gehen. Sie sind instabil und flüchtig. Sie sind nichts, worauf wir uns verlassen können. Wir überhöhen die Bedeutung unserer Gefühle, indem wir uns damit identifizieren.
Ich könnte ja auch sagen:
„Ich spüre gerade eine gewisse Traurigkeit“
Stattdessen sage ich:
„Ich bin traurig.“
So wie ich sage:
„Ich bin Daniela.“
Somit mache ich die Traurigkeit zum festen und nicht tauschbaren Teil meiner Identität.
So wie meinen Namen.
Tatsächlich haben wir dann oft das Gefühl, dass die Traurigkeit nie vergehen wird, wenn wir traurig SIND. Wir machen uns die Traurigkeit damit zu eigen. Sie wird gefühlt als ein fester und ewiger Teil von uns.
Ich könnte ja wiederum sagen:
„Ich spüre gerade Traurigkeit und ich weiß, sie wird auch wieder vergehen“.
So erkenne ich Gefühle als das, was sie sind: nur eine flüchtige Erscheinung, etwas Vergängliches. Etwas, was kommt und geht, oft ohne dass ich einen Einfluss darauf habe.
So wie der Wind.
Da sage ich ja auch nicht, ich bin windig. Vielmehr spüre ich den Wind.
Gefühle und Gedanken sind flüchtig und unbeständig. Je mehr ich das verstehe, desto schneller kann ich sie achtsam und wertfrei und ohne Urteil beobachten und dann gehen lassen.
Achtsamkeit ist ein geistiger Zustand, in dem ich beobachte. Ich beobachte mich. Ich beobachte meine Umgebung. Ich sehe, ich höre, ich spüre. Ich nehme wahr.
Ohne mir zu sagen, dies ist schlecht oder gut.
Es ist einfach nur da und mehr gibt es dazu gerade nicht zu sagen.
Und dieser geistige Zustand bringt meistens eine ganz eigene Qualität des Erlebens mit sich.
Ich fühle mich dadurch mir selbst und dem Leben nah und direkt verbunden. Ich fühle mich lebendig, klar, echt und ehrlich. Ich fühle mich ruhig und friedlich. Ich beobachte nur. In diesem Augenblick muss ich nicht kämpfen. Weil alles da sein darf, wie es ist.
Und das ist die Idee, warum es so nützlich ist, achtsamer zu werden.
Denn wer möchte sich nicht lebendiger und klarer fühlen? Wer möchte nicht mehr innere Ausgeglichenheit erleben? Wer möchte sich nicht in seiner Mitte fühlen, im Gleichgewicht und Gelassener?
Ja, Achtsamkeit macht glücklich – jeder Tag ein guter Tag
MEDITATION – Was ist das?
Meditation ist eine Entscheidung…
- gegenwärtig, im Hier und Jetzt zu sein – als Beobachter, stiller Zeuge, ohne Bewertung des Geschehens.
- einfach da zu sein – ohne Ziele, Absichten und Aufgaben, etwas tun zu müssen.
- den ständigen Strom der Gedanken zur Ruhe kommen lassen.
- Achtsamkeit und Bewusstheit für den Alltag zu üben.
- annehmen, was im Augenblick ist – eine Wahrnehmung was IST
- das Konzept des Ich’s zu überschreiten und damit Stille, Leere, Freiheit, Weite, Sein und Frieden zu erfahren.
- zu üben, Empfindungen, Gefühle und Gedanken bewusst wahrzunehmen.
- sich in der Stille zu öffnen für einen Bewusstseins-Raum des Nichtdenkens und Nichtwissens und dadurch in Kontakt kommen mit sich selbst, den Kräften der Intuition, Inspiration und Kreativität
- in unserer Bereitschaft, alle Gedanken und Emotionen, die uns gerade JETZT beschäftigen zu beobachten und sein zu lassen, was sie sind.
- und bleibt ein NICHT-TUN, ein Geschehen lassen, ein Dabeibleiben ohne irgendwo hinzukommen, ohne wollen, ohne werten.
Die wesentlichsten Grundlagen für Meditation sind:
- aufrecht auf Kissen, Bänkchen oder Stuhl mit gerader Wirbelsäule sitzen.
- in der Regel die Aufmerksamkeit auf den eigenen Atem richten.
- beim Bewusstwerden von Gedanken und Gefühlen immer wieder zur Wahrnehmung des Atmens zurückkehren.
Wer regelmäßig meditiert…
- lebt mehr in der Gegenwart, im Jetzt, anstatt durch zwanghaftes Denken überwiegend in der Vergangenheit und/oder Zukunft zu sein.
- erhält Kraft und Energie aus dem Kontakt mit sich selbst und dem Jetzt.
- wird wieder die eigene Lebendigkeit spüren
- wird mit mehr Vertrauen und Gelassenheit den Herausforderungen des Alltags begegnen können.
- wird mit mehr Bewusstheit Entscheidungen treffen und handeln.
- wird nicht nur aus dem Verstand heraus handeln sondern auch intuitiv erkennen, was richtig und stimmig ist
- lebt gesünder und mit mehr Freude, weil die Wahrnehmung des augenblicklichen Geschehens durch unsere Sinnesorgane das Genießen der vielen schönen Dinge im Leben steigert oder sogar erst möglich macht
- kann erfahren, dass es kein ‚ich bin dies oder das‘ mehr gibt, sondern nur noch ein ICH BIN
MEDITATIONEN – Zum Mitmachen
MEDITATION IN Bewegung – Was ist das?
Bewegung & Ruhe ist ein wichtiger Aspekt im Üben von Qi Gong & Qi Gong Meditation
Bestimmte gezielte Bewegungen können Blockaden auflösen und das Qi (Energie) wieder frei in den Meridianen (Leitbahnen) fließen lassen.
Die Basis aller Qi Gong Formen jedoch, ist ein Zustand von innerer Ruhe!
Erst durch unser Gefühl von innerer Ruhe, entfaltet sich die Wirkung der Bewegungen im Inneren und Äußeren.
Unser „Haus des Qi Gong“ hat viele Räume: Atemwahrnehmung, Vorstellungskraft, Lenkung der Aufmerksamkeit/Konzentration, Anregung der Energieleitbahnen, Körperhaltung.
Ruhe & Bewegung ist das Fundament was durch tägliche Pflege (Übung/Meditation) erschaffen werden kann.
In meinen Kursen Qi Gong – Meditation in Bewegung können verschiedene Übungssemente erlernt und innere Ruhe, Entspannung und Energie für den Alltag erfahren werden.
Meditation, egal wie wir sie praktizieren, ist und bleibt ein NICHT-TUN, ein Geschehen lassen, ein Dabeibleiben ohne irgendwo hinzukommen, ohne wollen, ohne werten.